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Pure Emotion

Der neue Opel Insignia weckt spontane Lust aufs Einsteigen

12.10.2008

von Peter Runge

Die Presse ist voll des Lobes. Auto-Bild http://www.autobild.de wählt die Überschrift: „Opels neue Ideal-Linie“. Gemeint ist der neue Insignia, der seinen Vorgänger Vectra ganz schnell vergessen lässt. Unzweifelhaft besteht Handlungszwang. „Opel muss mit dem neuen Insignia den direkten Weg zum Erfolg suchen. Das Startfeld in der Mittelklasse ist proppevoll besetzt, da bleibt kaum Raum zum Überholen“, schreibt die Zeitschrift. Die Rüsselsheimer setzen auf Emotion – und auf Technik. Das überzeugt auch die strengen Kritiker der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) http://www.faz.net: Der Insignia wirke wie ein sympathischer Gewinner – „seit langem wieder ein Opel, der den spontanen Wunsch zum Einsteigen, Starten und Losfahren weckt“.

Doch zur Wahrheit gehört auch: Die Marke Opel ist in Westeuropa über Jahre vom Mutterkonzern GM vernachlässigt worden. ,,Ihr Image ist verwässert, der einstige Markenwert wurde leichtfertig verspielt. Opel liegt in Deutschland mit deutlich unter zehn Prozent Markeanteil weit hinter den Erwartungen von GM Europa. Der Weg der Wiederbelebung, der unter den Slogan ,Entdecke Opel' eingeschlagen wurde, ist steinig und mühselig. Mit dem Insignia bringt Opel ein neues Fahrzeug auf dem Markt, das stellvertretend für diesen Restart stehen soll. Der Preis für den Insigna ab 22.800 EUR ist eine eindeutige Kampfansage von Opel an seiner Wettbewerber“, kommentiert Automobilexperte Stephan Dorner http://www.icconcept.de/beraterteam.php vom Beratungsunternehmen International Car Concept (ICC) http://www.icconcept.de in Berlin.

Produktseitig hätten die Verantwortlichen mit diesem Fahrzeug, wie es
scheint, bisher alles richtig gemacht. Dorner weiter: ,,Aber kann Opel sein Markenversprechen auch am Point of Sale, also im Autohaus erfüllen? Unsere Erfahrungen zeigen, dass Opel hier noch eine Vielzahl an Hausaufgaben zu erledigen hat. Mit dem Markenversprechen wächst auch proportional das Anforderungsprofil der Kunden. Speziell bei der von Opel auch angepeilten Zielgruppe der höherpreisigen Mittelklasse-Kunden. Die Opel-Kunden möchten das über das Marketing publizierte Image auch vor Ort bei ihrem Händler vorfinden. Und das können die Opel-Händler flächendeckend noch nicht leisten. Aber in jeder Schwäche liegt auch eine Chance. Es wäre wünschenswert, wenn Opel wieder zu alter Stärke finden würde. Schließlich ist Opel eine Marke mit Tradition."

Über das damalige Flaggschiff Opel Kapitän war die Presse jedenfalls auch voll des Lobes, weiß der Online-Dienst der Süddeutschen Zeitung (SZ) http://www.sueddeutsche.de: „’Sicherheit zuerst' hieß diesmal der Grundsatz in Rüsselsheim. Dass dabei Komfort und Eleganz nicht zu kurz kommen, versteht sich bei Opel von selbst’, resümiert 1958 das Hamburger Echo. Auch sonst ist die Presse vom neuen Opel-Flaggschiff begeistert. Die Main-Post aus Würzburg schreibt: ‚Ein neuer 'Kapitän' geht auf die Reise. Die Rüsselsheimer gaben ihm alles mit, was er brauchte - eine Freude für die Augen und mehr als das...’ Und die ADAC-Motorwelt spricht gar von der ‚repräsentativen Visitenkarte des Rüsselsheimer Werkes, nicht nur für Deutschland, sondern für Europa, ja für die Welt...’“ Kann der Insignia an diese stolze Tradition anknüpfen?



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Auto & Logistik > Automotive - 01.10.2009 - International Car Concept (ICC)

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