(Beiersdorf-Freudenberg) Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) hat in seinem am 15.06.2009 veröffentlichten Jahresbericht 2008 der Marktbeobachtung ein düsteres Bild der Lage im Güterverkehr gezeichnet. Danach ging im vorigen Jahr die Auftrags- und Beschäftigungslage der deutschen Güterverkehrsunternehmen deutlich nach unten. Zudem schlugen sich am Markt für Güterdienstleistungen die Überkapazitäten nieder. In der Folge erhöhte sich die Wettbewerbsintensität deutlich.
Als direkte Folge dieser Entwicklung ist eine verschärfte Wettbewerbs- und Preissituation und damit eine Verdrängung deutscher Unternehmen unter den Anbietern von Güterverkehrsleistungen zu konstatieren. Auch die Zahl der Insolvenzen nahm gegenüber dem Jahr 2007 zu.
Als ein wesentliches Problem für die Unternehmen weist
der Bericht die unsichere Entwicklung der
Dieselkraftstoffpreise im Laufe eines Jahres aus. Die
starken Schwankungen machen eine seriöse Kalkulation
immer schwieriger und zwingen die Speditionen oft zu
unterjährigen Nachverhandlungen. Wörtlich heißt es in
dem Bericht:
„Aufgrund der Entwicklung der Kraftstoffpreise
verzeichneten die Gesprächspartner der
BAG-Marktbeobachtung in den ersten drei Quartalen des
Jahres 2008 zunächst eine hohe Steigerung ihrer
Gesamtkosten gegenüber den entsprechenden
Vorjahresquartalen, bevor der Anteil mit gestiegenen
Gesamtkosten im 4. Quartal 2008 wieder deutlich sank. So
waren die Preise für Dieselkraftstoff im 1. Halbjahr 2008
drastisch gestiegen und hatten im Juli ein neues
Rekordhoch markiert, das um 30 Cent höher lag als das
Preisniveau im Juli 2007… Transportunternehmen, die im
Jahr 2008 pauschale Dieselzuschläge mit ihren Kunden
ausgehandelt hatten und diese noch nicht wieder
zurücknehmen mussten, konnten im bisherigen Jahresverlauf
2009 die Kostensteigerung bei den Mautkosten durch die
gesunkenen Treibstoffkosten kompensieren. Entsprechend
hielten sie sich bei der Initiierung neuer
Vertragsverhandlungen zurück. Diese Unternehmen werden
jedoch, sobald die Preise für Dieselkraftstoff wieder
anziehen, gezwungen sein, abermals Verhandlungen mit ihren
Kunden zu führen.“
(Quelle: Bundesamt für Güterverkehr)
Gerade für Unternehmen, für die der Einkauf von Dieselkraftstoff eine erhebliche Kostenposition darstellt, ist die Mitgliedschaft in einer Energiegenossenschaft eine attraktive Möglichkeit zur Kostensenkung und Planungssicherheit. Darauf wies der Vorstand der Energiegenossenschaft Freudenberg eG, Helmut Uhlig, anlässlich einer Podiumsdiskussion mit brandenburgischen Spediteuren hin. „Wir haben die Technik, wir haben die Logistik und wir haben die Rohstoffe. Insbesondere Speditionen, die dem wachsenden Kostendruck entgehen und auf eine langfristige Kraftstoffversorgung setzen, sollten sich die Energiegenossenschaft Freudenberg genau anschauen. Durch die staatlich garantierte Steuerbefreiung bis mindestens 2015 liegt der Abgabepreis bei unserem selbst produziertem Diesel bei nicht einmal der Hälfte des Preises, den ein Unternehmen an einer regulären Tankstelle bezahlen muss. Bei uns sind die Genossenschaftsmitglieder ihre eigenen Dieselproduzenten. Und deshalb ist uns der Weltmarkt schnuppe.“
Mittelständische Speditionen können auf diese Weise mittlerweile bis zu 50 % der Einkaufskosten einsparen. Möglich machen das Technologien, die aus biogenen Roh- und Reststoffen hochwertigen Dieselkraftstoff gewinnen. Dieser Diesel, auch unter dem Namen CEHATROL® bekannt, ist nicht mit herkömmlichem „Biodiesel“ zu vergleichen. Aufgrund seiner Zertifizierung nach DIN EN 590 ist er in allen Dieselmotoren problemlos einsetzbar.
Die in Brandenburg ansässige Energiegenossenschaft Freudenberg baut gegenwärtig vier Anlagen, in denen der Kraftstoff produziert und unter dem Namen CEHATROL® ausschließlich an Genossenschaftsmitglieder abgegeben wird. Als Ausgangsstoff kommt dabei vorrangig Stroh aus den Regionen zum Einsatz. Informationen zu CEHATROL® und den unterschiedlichen Arten einer Mitgliedschaft in der Energiegenossenschaft Freudenberg unter http://www.eg-freudenberg.de.



